F Ö R D E R V E R E I N   A K T I O N   J E M E N H I L F E   e. V.

                                                Hilfe die ankommt und unmittelbar wirkt

Stiftung Jemenhilfe Deutschland

Jemen Kinderhilfe e.V.

PERSONAL

Die Vorstände des inzwischen vor Ort gegründeten Dorf-entwicklungsvereins und des Krankenhausvereins haben inzwischen das Krankenhauspersonal (Verwalter, Arzt, Apotheker, medizinischer Assistent, Hebamme, zwei Schwestern, Laborant, Reinigungskraft sowie zwei Wächter) eingestellt.
Seit 1. Dezember 2000 werden Patienten behandelt.

Vom Gesundheitsminister, dem Gouverneur von Taiz und dem Gesundheitsamt von Taiz sowie vom Auswärtigen Amt der Republik Jemen liegen schriftliche Bestätigungen vor, daß die Gehälter des medizinischen Personals ab 01.01.2005 vom Staat übernommen werden. Leider ist bis heute jedoch noch kein Geld eingetroffen.

Diese Situation bereitet uns große Sorgen. Bei meiner wiederholten Reklamation im März 2004 im Gesundheitsamt hieß es, wir bekämen jetzt monatlich 60,--EUR. Nach neuester Meldung belaufe sich die Unterstützung auf 45 EUR. Angeblich soll das Geld für die Gehälter im Juni eintreffen. Dies wurde jedoch bereits 2003 zugesichert.

Leider macht sich die Obrigkeit in diesem Land keine Gedanken, wovon und wie die Menschen dort ihr Leben fristen.

So mußte der Verwalter, der selbst auch noch kein Gehalt bekommt, obwohl er vor vier Jahren durch den Vizegouverneur von Taiz einen Arbeitsvertrag erhalten hat, um das Personal und seine Angehörigen zu ernähren, große Teile des Familienbesitzes veräußern. Er hatte sich zuvor hoch verschuldet und saß deswegen im Gefängnis. Vom Verkaufserlös zweier Grundstücke in Taiz konnte sein Bruder ihn freikaufen.
Am 7. August 2006 wurde der Verwalter vom Staatspräsidenten für seinen Einsatz mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Dennoch mußte ich erleben, daß neben dem Personal selbst seine Kinder nur von Fladen und Tee leben.
Meine Gefühle in dieser Situation brauche ich Ihnen hier nicht zu schildern.

Bis jetzt ist es uns gelungen, durch Spenden eine monatliche Unterstützung von 1000 € für Gehälter, sauberes Wasser und Diesel für den Generator zu überweisen, was jedoch entschieden zu wenig ist.

Mit diesem für unsere deutschen Verhältnisse relativ geringen Betrag wird derzeit der Krankenhausbetrieb gewährleistet. Leider reichen unsere finanziellen Mittel nur noch begrenzt.

Was wird dann ?

Von jemenitischer Seite fand ich große Unterstützung beim Social Fund for Development in Sana'a.
Es wurde in Al Mihlaf ein Dorfentwicklungsverein und ein Krankenhaus-Förderverein gegründet. Die Männer bestimmten einen jungen Mann zum Sprecher und Organisator. Er ist jetzt Verwalter des Krankenhauses.
Drei Familien stifteten den Baugrund und die jüngeren Männer arbeiteten verbissen als Handlanger auf der Baustelle, mußte doch die Baugrube mit Hammer und Meißel aus dem Fels geschlagen werden, Steine aus dem Berg gehauen und zur Baustelle transportiert werden .....

Das Team:  In Deutschland bilden 11 gewählte Personen den Vereinsvorstand. Für aktuelle Aktionen
stehen jederzeit engagierte Mitglieder zur Verfügung. Wir arbeiten alle ausnahmslos ehrenamtlich. Die 1.Vorsitzende und Gründerin hielt sich jedes Jahr bis 2014 meist in Begleitung eines oder mehrerer Mitglieder ca. drei Monate im Jemen auf. Sie überwachte das Krankenhaus und die Kassenbücher.
Im Jemen arbeiten ein Verwalter, eine Ärztin, ein Arzt, ein Apotheker, ein Laborant, eine Hebamme, zwei Schwestern, ein Buchhalter, eine Putzkraft, ein Maschinist sowie ein Wächter. Alle sind langjährige zuverlässige jemenitische Mitarbeiter, die inzwischen in die Dorfstruktur integriert sind.

URKUNDE für den Verwalter Herrn Sadec